Burg und Schloss Dhaun

Hier finden Sie einen Überblick von der Schlossruine Dhaun. Dazu zählen unter anderem die Geschichte, Tourismus, Anfahrt und die Nachweise.

Geschichte von Burg und Schloss Dhaun

Hoch über dem Tal des Kellenbachs und des Ortes Dhaun erhebt sich das einst prachtvolle Schloss Dhaun, deren frühere Schönheit sich noch erkennen lässt.  Eine erste gesicherte Burg gab es um das Jahr 1200. Es kam zu Auseinandersetzungen innerhalb der Wildgrafenfamilie als Wildgraf Heinrich 1324 dem Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg die nahe gelegene Schmidtburg übertrug. Dies führte ab 1337 zur Dhauner Fehde, die erst 1342 beigelegt werden konnte. In ihrem Verlauf entstanden die  Belagerungsburgen Brunkenstein, Johannisburg und Rotenburg sowie die Schanze Geyersley. Nach dem Aussterben der Wildgrafen 1350 fiel die Burg an die Rheingrafen, diese übertrugen den Adelstitel der Wildgrafen auf sich und nannten sich fortan Wild-und Rheingrafen. Im 15. und 16. Jahrhundert wurde Dhaun zu einem befestigen Schloss umgewandelt. Um 1729 kam es zu einem weiteren Ausbau, in dessen Verlauf ein neuer Schlossflügel erbaut wurde und eine Schlossgartenanlage nach französischem Vorbild entstand.  In den Wirren der Französischen Revolutionskriege wurde die Schlossanlage Dhaun durch die französischen Truppen 1794  besetzt und 1804 auf Abbruch verkauft. Daraufhin verfielen die Schlossgebäude und erst 1971 bekam das Schloss einen neuen Besitzer: die heutige Schlossakademie.


Die Burg- und Schlossruine Dhaun besteht heute aus einer Hauptburg mit weitläufiger Vorburg und einer noch teilweise erhaltenen Zwingeranlage. Die Hauptburg besteht aus dem Schlosshauptgebäude, der Ruine der Hofkapelle und aus drei erhaltenen Geschütztürmen, die durch unterirdische Gänge vernetzt sind. Die einstige Bebauung der großen Vorburg ist abgegangen. Ihr  erhaltenes spitzbogiges Tor mit dem Verteidigungserker, auf dem das Wappen der Wild- und Rheingrafen zusehen ist, ist einzigartig.

Anfahrt & Tourismus 

Die Burg- und Schlossruine Dhaun steht jederzeit zur Besichtigung frei.

Literatur

Alexander Thon, Stefan Ulrich, Achim Wendt, "... wo trotzig noch ein Thurm herabschaut", Burgen im Hunsrück und an der Nahe, Verlag Schnell & Steiner, Regensburg 2013

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