Die Schmidtburg

Hier finden Sie einen Überblick von der Schmidtburg. Dazu zählen unter anderem die Geschichte, Tourismus, Anfahrt und die Nachweise.

Geschichte der Schmidtburg

Die Ruinen der Schmidtburg liegen versteckt von umliegenden Höhenzügen im Hahnenbachtal nahe Bundenbach. Um 1084 gab es hier bereits die erste Burganlage. 1324 trug Wildgraf Heinrich die Schmidtburg dem Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg zu Lehen. Dadurch kam es Auseinandersetzungen innerhalb der Wildgrafen, die als „Dhauner Fehde“ bis 1342 andauerten und in deren Verlauf die Stammburg Dhaun 1340 durch den Trierer Erzbischof Balduin aufwendig belagert wurde. Als Hauptquartier diente dabei dem Erzbischof die Schmidtburg. Die Belagerung war offensichtlich erfolgreich, denn 1342 mussten die wildgraflichen Linien den Lehnsheimfall und damit auch die trierische Oberhand hinnehmen. Die bedeutendste Burgmannenfamilie auf der Schmidtburg waren die Schenken von Schmidtburg. Diese Familie stand oft in trierischen Diensten und wurde 1658 in den Stand der Freiherren erhoben. Im Jahr 1689 kam es während des Pfälzischen Erbfolgekrieges zur Zerstörung der Schmidtburg. Sie wurde aber nur teilweise beschädigt, denn sie wurde noch bis 1798 durch einen trierischen Amtmann bewohnt. Um  1800 soll sich in der jetzt bereits stark verfallenen Wehranlage der berühmt berüchtigte Räuber Johannes Bückler alias „Schindehannes“ (1779-1803) versteckt haben.


In den 1980er Jahren kam es zu Ausgrabungen auf dem Burggelände, in deren Verlauf eine der größten Burgen in Rheinland-Pfalz  freigelegt worden ist. Heute ist die Ruine jederzeit frei zugänglich. Die Schmidtburg gliedert sich in eine Hauptburg und eine sehr große Vorburg. In der Vorburg standen zahlreiche Burgmannenhäuser. Es gab zwei Brunnenschächte und sogar einen eigenen quadratischen Bergfried. Von der Hauptburg haben sich der Palas mit seinen Kellerräumen, die Wirtschaftsbauten, der Stumpf des runden Bergfrieds und ein Brunnenschacht erhalten.

Anfahrt & Tourismus

Die Schmidtburg ist jederzeit freizugänglich. 

Literatur 

Alexander Thon, Stefan Ulrich, Achim Wendt, "... wo trotzig noch ein Thurm herabschaut", Burgen im Hunsrück und an der Nahe, Verlag Schnell & Steiner, Regensburg 2013

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