Burg Neu-Elkershausen

Hier finden Sie einen Überblick von der Burg Neu-Elkershausen. Dazu zählen unter anderem die Geschichte, Tourismus, Anfahrt und die Nachweise.

Geschichte der Burg Neu-Elkershausen


Die Burg Neu-Elkershausen befindet sich in einem Hanggelände nahe der sogenannten Zippsmühle, gegenüber von Ort und Burg Gräveneck.

Nach der Zerstörung der Burg Elkershausen als „Raubnest“ im Sommer 1352 durch Balduin von Trier, wurde diese mit einem Wiederaufbauverbot belegt. Daraufhin bauten die Herren von Elkershausen wenige Kilometer von Elkershausen entfernt auf dem Schartenberg nach Genehmigung des Grafen Gerhard von Diez im Herbst 1352 eine neue Burg namens Neu-Elkershausen.

 

Ab 1372 kam es wiederholt zu Überfällen durch die Brüder Eckhard und Konrad von Elkershausen auf Reisende der Frankfurter Messe sowie weiteren Überfällen, wie zum Beispiel Viehraub. Daher sah die Reichsstadt Frankfurt a.M. die Brüder als Feinde an. Zur Beendigung der Überfälle schlossen Graf Ruprecht von Nassau-Weilburg, Landgraf Hermann von Hessen, die Grafen von Solms  sowie Johann von Limburg und Dietrich von Runkel ein Bündnis. Um gegen die Herren von Elkershausen vorzugehen, erbauten die Verbündeten 1381 auf der gegenüberliegenden Lahnseite der Burg Neu-Elkershausen eine sog. Steuerburg als Belagerungsburg. Da die Eroberung der Burg Neu-Elkershausen nicht gelang, setzten die Herren von Elkershausen die Steuerburg 1382 in Brand. Die Steuerburg ist heute nur noch im Flurnamen belegt. Sie lag vermutlich oberhalb eines heutigen Steinbruchs nahe Gräveneck. Erst 1396 gelang es Graf Philipp von Nassau-Saarbrücken mit Verbündeten die Burg Neu-Elkershausen, da von dieser noch immer räuberische Tätigkeiten unternommen wurden, zu erobern und anschließend zu zerstören. 1395 war für dieses Unternehmen die Burg Gräveneck auf der gegenüberliegenden Lahntalseite errichtet worden, welche ebenfalls heute noch erhalten ist. Nach ihrer Zerstörung wurde die Burg Neu-Elkershausen nicht wieder aufgebaut. Burgreste blieben bis heute erhalten. 

Anfahrt & Tourismus


Die Burgstelle mit den Burgresten ist jederzeit freizugänglich. Hinweis: Die Burgstelle ist nicht leicht zufinden, deshalb wird empfohlen sich vor dem Besuch gündlich zu informieren oder senden Sie eine Nachricht an Benburgen.de

 

 

Literatur

Rudolf Knappe, Mittelalterliche Burgen in Hessen, 800 Burgen Burgruinen und Burgstätten, Wartberg Verlag, Gudens-Gleichen 2000

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