Burg Freienfels

Hier finden Sie einen Überblick von der Burg Freienfels. Dazu zählen unter anderem die Geschichte, Tourismus, Anfahrt und die Nachweise.

Geschichte der Burg Freienfels


Auf einem Felskopf liegt über dem Tal der Weil und südwestlich des Ortes Freienfels die namengebende Burg.

Nach neuesten Ansichten geht man davon aus, dass die Burg Freienfels durch die Grafen von Weilnau um oder nach 1300 gegründet wurde. Durch den Erwerb des Besitzes bei Weilburg 1294 von Adolf von Nassau wurden die Grafen von Diez-Weilnau und von Nassau Nachbarn. Dies war wohl ein Grund dafür, eine Burg zu erbauen, denn die Nähe der Grafschaften führte zu Spannungen. Der Vermittler der Auseinandersetzung war Probst Siegfried von Runkel. Dieser war ab 1326 Inhaber der verpfändeten Herrschaft Neuweilnau. 1327 war die Burg Freienfels als Pfandbesitz in Siegfrieds Händen, wobei die Hintergründe des Überganges unbekannt sind. 1327 überließ Siegfried den mittleren Teil der Burg (mit Zubehör) seinem Neffen Siegfried. Weitere Teile gingen mit Gerichtsrechten und Einkünften an andere Kinder seines Bruders und an den Sohn seiner Schwester. Womöglich verkauften die Erben Siegfrieds die Burg an Gerlach von Nassau, den 1331 befand sie sich in dessen Besitz.

Am Ende des 14. Jahrhunderts verlor die Burg Freienfels nach der Besitzkonsolidierung in der Region ihre militärische Bedeutung. 1466 wurde die Wehranlage von Philipp II. von Nassau-Weilburg an Johann von Schönborn verlehnt. Das auf Lebenszeit erteilte Lehen umfasste außer der Burg auch den Ort mit Wiesen, Feldern, Weingärten, Gewässern, Weiden und den Bewohnern. Die nassauische Familie behielt die Burg bis 1687. 1686 veräußerte die Familie von Schönborn das Lehen der Burg Freienfels an den dänischen kaiserlichen Generalwachtmeister und Obristen Johann Ernst Freiherr von Friesensee. 1724 wurde die Burganlage Freienfels von der Witwe des Johann Ernst Freiherr von Friesensee an Graf Karl August von Nassau verkauft. Da er die Burg so sehr vernachlässigte, war diese bereits im Jahr 1750 eine Ruine war und es kam in der darauf folgenden Zeit zu Abbrüchen an der ehemaligen Wehranlage Freienfels.

                                     

Heute ist die Burg Freienfels als Ruine erhalten und kann besichtigt werden. Überragt wird die Burg von dem Bergfried, der über eine Holztreppe erstiegen werden kann. Daran anschließend ist die Wehrmauer mit dem innerhalb der Mauerstärke erhaltenen Wehrgang. Vor dem Bergfried ist der Wohnbau erhalten.

Anfahrt & Tourismus


Die Burg Freienfels kann jederzeit bis zum Einbruch der Dunkelheit besichtigt werden.

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Literatur


Georg Wilhelm Sante, Handbuch der Historischen Stätten Deutschlands, Band Hessen, Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 1976

 

Rudolf Knappe, Mittelalterliche Burgen in Hessen, 800 Burgen Burgruinen und Burgstätten, Wartberg Verlag, Gudens-Gleichen 2000

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